Führung

Wir alle wissen es schon eine Zeit lang. Viele sprechen schon seit Jahren davon. Und wir alle sehnen uns schon so lange danach. Nach der Veränderung. Nach dem Übergang in eine neue Welt.

Ich hatte keinen Plan, wie es sein wird. Habe mich je länger je mehr auch nicht mehr gross darum gekümmert. Meinen Denker mit dem Blick in den Himmel ruhig gestellt. Immer und immer wieder mich in all den Herzbegegnungen mit Mutter Natur und den Tieren im Vertrauen in das Leben bestärken lassen.

Jetzt wo er da ist, der Übergang, fühle ich immer noch dieses Nichtwissen. Dazu eine Gelassenheit darin. Beides fühlt sich immer vertrauter an. Ob wir uns einfach daran gewöhnt haben? Darauf vorbereitet wurden?

Schon immer habe ich mich gerne in der Natur und bei den Tieren aufgehalten. Weil ich dort die Kraft des Lebens und meine eigene Lebendigkeit, die Stille und einen tiefen Frieden spüren kann. Immer mehr gelingt es mir, diese Essenz unser aller Sein auch mit in den Alltag zu nehmen.

Gerade jedoch empfinde ich es als anstrengend und fühle Lustlosigkeit, mich mit den weltlichen Dingen, die von Angst geprägt sind, auseinander zu setzen. Immer mehr fühle ich Unnötigkeit, Müdigkeit, wenn ich mich in der Welt der Formen zurecht finden soll. Ich fühle Erschöpfung.

Dabei offenbart sich mir auch eine andere Schöpferkraft. Erkenne ich, dass das alte Schöpfen nicht mehr funktioniert. Dass vieles von dem bisherigen Schöpfen sich erschöpft.

Es ist schmerzhaft und doch so wundervoll, mich dieser Erschöpfung hinzugeben. Zuzulassen, dass sich das Neue in mir gebären darf. Dass die Erschöpfung mir dabei eine wertvolle Dienerin ist. Weil Erschöpfung auch beinhaltet, los, sein, fallen zu lassen.

Mein Empfinden geht dahin, dass genau darauf mich Natur und die Tiere schon seit Jahren vorbereiten. Mit und bei ihnen erlebe, fühle ich mit dem Herzen. Macht mein Denker Pause. Schöpfen wir gemeinsam, weil wir uns unserer Einheit bewusst sind.

So bin ich voller Demut und Dankbarkeit, dass mich Leben auf diesen meinen Weg, mit und für die Tiere gebracht hat.

Mehr und mehr kann ich auch die Lust auf Leben wieder spüren. Ohne eine Vorstellung davon zu haben. Ohne an Wünschen und Ideen festzuhalten. Dafür dankbar mich einlassen und vom Leben führen lassen kann.

Dankbar auch für all die menschlichen Tiere an meiner Seite. Die mitfühlen, sich mit einlassen mögen und den Mut haben, andere Blickwinkel einzunehmen.

Wer oder was hat dich vorbereitet? Wenn du magst, gönne dir paar Augenblicke um deine Sicht auf deine Führung zu richten. Dankbarkeit zu feiern. Dich und alle Herausforderungen zu ehren, die dich ganau dahin geführt haben wo du jetzt gerade lebst. Dass du lebst. Dass du dich auf dieses grosse Abenteuer eingelassen hast.

Es ist nicht notwendig, dass wir mit unseren Erkenntnissen bekehren, kämpfen und aufbegehren. So viel kraftvoller ist dein und mein Frieden. Deine und meine Freude. Dein und mein Mitgefühl. Für dich, mich und alle Wesen.

Danke für dein Sein. Danke von Herzen, dass du deine kostbare Zeit mit mir teilst und empfängst, was Leben durch mich mit dir teilt.

In herzlicher Verbindung, deine Franziska

Franziska Feuz-Annen