Aus der Hartnäckigkeit in die Sanftheit
Wie geht es dir gerade so?
Ich empfinde zur Zeit viel Härte, Hartnäckigkeit und Verbohrtheit im Feld. Das macht unser sein anstrengend, herausfordernd. Im Aussen erleben wir es die Tage mit sommerlichen Temperaturen und jetzt wieder mit winterlicher Kälte. Für unsere Pferde, die Wildtiere und Pflanzen eine Herausforderung. Schwere Schneelasten lassen Äste brechen, die Blüte wird geradezug abgewürgt. Unsere Muskeln zeigen sich verhärtet.
So vieles will noch durchbrochen und aufgebrochen, sichtbar werden. Hinschauen ist oftmals schmerzhaft. Erkennen und mitfühlen ebenso. Für viele von uns, ist das alles zu viel, zu anstrengend. Wir ertragen die Härte der Welt da draussen nicht mehr. Und doch ist es unser aller Weg. Unser aller Heilung. Einen Weg zu finden, wie wir aus der Hartnäckigkeit in die Sanftheit kommen können.
Viele Menschen sind hart, in sich verhärtet. Schlagen um sich, kämpfen weiter und erschaffen damit Leid. Für sich selber und uns alle. Weil kämpfen und festhalten nie Frieden bringen kann. Dafür neue Wunden aufreisst und noch mehr Härte schafft.
Achte in dieser Zeit besonders auf die Tiere. Erkenne, wie viel sie mitbekommen und mittragen. Als viel wahrnehmende Wesen, sind sie der Härte im Feld genauso ausgeliefert wie wir. Einmal mehr, wird für mich sicht- und fühlbar, was für unbeschreibliche Dienste Tiere an uns vollbringen. Weil Tiere uns immer in Freundlichkeit und Friedlichkeit begegnen. Uns einladen, in ihre Sanftheit mit einzutauchen. Ihnen unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Mitzufühlen. Sie zu unterstützen, wenn es gerade mal wieder hart ist. Auch das ist Heilung.
Und du und ich? Wie können wir mit dem Vielen klar kommen?
Ziehe deine Grenzen, nimm dich aus der Härte dieser Welt heraus. Zieh dich zurück, um sanft mit dir selber sein zu können. Stelle dich nicht länger zur Verfügung für Härte. Lasse dafür deine Sanftheit wirken. Behüte dich mutig, sorge für dich und lasse den Frieden der in dir wohnt zu. Auf diese Weise, tragen wir alle dazu bei, dass unsere Welt sanftmütiger wird. Sanfter und geduldiger.
In herzlicher Verbindung, Franziska